Ulrich Hoffmann

Grönemeyer

Biografie
Cover: Grönemeyer
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2003
ISBN 9783455094145
Gebunden, 304 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Nach immensen musikalischen Erfolgen und dramatischen privaten Schicksalsschlägen ist Herbert Grönemeyer zur Legende seiner selbst geworden, Thema gleichermaßen für die feinsten Feuilletons wie für die großen Boulevardmedien. Er ist der Kumpel des Schalke-Fans ebenso wie der Seelenverwandte des Oberstudienrats, er ist eine Identifikationsfigur quer durch die gesamte Bevölkerung und dabei weit über die deutschen Grenzen hinaus populär. Wie wurde Grönemeyer zu dem, was er heute ist? Woher kommt er? Was ist das Besondere an ihm? Ulrich Hoffmann schildert alle wichtigen Stationen auf dem langen Weg zum Erfolg, die frühen Jahre als Schauspieler, unter anderem mit Peter Zadek und Wolfgang Petersen (Das Boot), den schwierigen Karrierestart als Sänger, den Durchbruch mit Bochum bis hin zum Tod seiner Frau und seines Bruders und zum triumphalen Comeback mit dem Album Mensch.
Grönemeyer ist kein Enthüllungsbuch, sondern eine kritisch würdigende Biografie, der Versuch, den Menschen hinter dem Helden sichtbar zu machen, seine Motive und Ziele zu beleuchten, und letztlich schlicht die Grönemeyer-Story, der Aufstieg vom kleinen Herbert aus dem Ruhrpott zur Galionsfigur der Nation.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.09.2003

Welch vernichtender Verriss! Edo Reents spart bei der Besprechung dieser Grönemeyer-Biografie weder an Kritik noch an Spott, wenn es darum geht, die vielen sprachlichen und gedanklichen Schnitzer des Autors anzuprangern. Zunächst teilt der Rezensent mit, dass der Musiker gerichtlich gegen das Buch vorgehen will, weil er sich in seinen "Persönlichkeits- und Urheberrechten" verletzt sieht. Der Rezensent, der es im Grunde gar nicht verkehrt fände, wenn "manches zurechtgerückt" würde über den erfolgsverwöhnten Star, ärgert sich nachdrücklich über die "geistige Schlichtheit" der Lebensbeschreibung und zitiert Stilblüten und logische Ungereimtheiten aus dem Inhalt. Nicht zuletzt wegen "mangelnder Schreibsicherheit" sieht Reents den Autor an seinem Vorhaben gescheitert und liefert einige Beispiele für das was "Hoffmann unter Reflexionsniveau versteht". Am Ende ruft sich der Rezensent selbst zur Ordnung und verbietet sich, weitere "Lächerlichkeiten" des Buches zu erwähnen, aber an seiner Abneigung gegen das Buch lässt er keinen Zweifel.

Beliebte Bücher

Juli Zeh. Pony Show - Roman. Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Juli Zeh: Pony Show
Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet…
Shida Bazyar. Die Lücken - Roman. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Shida Bazyar: Die Lücken
Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…
Anne Carson. Rot - Zwei Romane in Versen. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2019.Anne Carson: Rot
Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt…
Dana Vowinckel. Anton und Alma - Roman. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Dana Vowinckel: Anton und Alma
Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…