Jack Black

Gesetzbuch und Ganovenehre

Books Ex Oriente, München 2011
ISBN 9789783981317
Kartoniert, 48 Seiten, 9,50 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Axel Monte und Florian Vetsch. "Wir werden alle zusammen hängen oder jeder einzeln, so viel ist sicher." Mit diesem Zitat von Benjamin Franklin beginnt der legendäre Hobo und Einbrecher Jack Black seinen Essay, der 1930 in Harper's Monthly Magazine erschienen ist. Er macht sich Gedanken über den moralischen Wert der Gesetzbücher und des Ehrenkodexes der Verbrecher. Eine neue Art von Gesetzlosen, die im Gewand ehrbarer Geschäftsleute auftreten, scheint ihm eine größere Bedrohung für die etablierte Gesellschaftsordnung dazustellen als die Einbrecher und Straßenräuber alter Schule, die mit ihren großkalibrigen Knarren durch die Gegend ziehen. Es sind Verhältnisse eingerissen, unter denen der Ganove, der sich an seinen Kodex hält, geradezu als Ehrenmann erscheint, während der scheinbar gesetzestreue Bürger sich mit Korruption und Bestechung herumschlagen muss und in einer Welt lebt, in der fast nichts ehrlich und rechtmäßig abläuft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 12.07.2011

Der Schriftsteller Franz Dobler kann aus Jack Blacks historischem Essay eine Menge lernen. Vor allem über Ganovenehre und Schulden in der Unterwelt, die zu bezahlen einem in der Oberwelt Angekommenen wie Black, der nach 25 Jahren Knast seine Freiheit zu genießen versuchte, doppelt so schwerfällt. Aber auch dass sich Korruption und Bestechung eben nicht mit Ganovenehre vertragen. Dobler staunt über die beinharten Codices der Unterwelt, wo es kein Vergeben gibt. Dass Black als kriminelle Berühmtheit auch noch zu erzählen vermag und sogar Hammett und Burroughs inspirierte, weckt beinahe den Neid des Rezensenten.
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