Die Gedichte von Irma Hildebrandt sind feine Momentaufnahmen von lyrisch zugespitzten Zuständen. Ihre Themen reichen von subtiler Naturerfahrung bis hin zu metaphysischen Fragestellungen über das Sein, die Geschichte und die Kultur. Die Stärke der Texte beruht nicht zuletzt auf den Bezügen zur abendländischen Literatur und Kunst. Im geistigen Diskurs der Autorin mit Virginia Woolf, Vittoria Colonna oder Else Laser-Schüler zeigt sich noch einmal in aller Deutlichkeit, wie Lyrik über Raum und Zeit zu kommunizieren vermag.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.08.2000
Rezensent B.C. fällt ein strenges, und hoffentlich gerechtes Urteil über diesen Band von Irma Hildebrandt. Kritisiert werden zuerst logische Ungereimtheiten wie "Mauern, die zusammenrücken". Der Autorin wird zudem eine "Ich-Empfindlichkeit" und eine zu starke Bindung an "klassische Topoi" wie Natur und Gefühle bescheinigt. Das ganze werde dadurch nicht besser, dass berühmte poetische Vorgängerinnen heranzitiert und nachgeahmt werden. Offenbar waren Sappho und Virginia Wolf doch nicht die besten Musen für diese Gedichte.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose Aus dem Englischen von Claudia Voit. Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…