Irka-Christin Mohr

Islamischer Religionsunterricht in Europa

Lehrtexte als Instrumente muslimischer Selbstverortung im Vergleich
Cover: Islamischer Religionsunterricht in Europa
Transcript Verlag, Bielefeld 2006
ISBN 9783899424539
Kartoniert, 310 Seiten, 28,80 EUR

Klappentext

Islamischer Religionsunterricht ist ein Instrument der Institutionalisierung des Islam in Europa. Lehrtexte aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden transportieren, wie muslimische Lehrplaner/-innen ihre Religion für die Schule organisieren und welche Angebote sie der nachwachsenden Generation machen. Für die erste Generation von Lehrtexten für den islamischen Religionsunterricht gilt, dass es zuallererst didaktische und weniger theologische Entscheidungen sind, die den Islam für Schule und Unterricht reformieren - und dies stillschweigend.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 11.04.2007

Wolfgang G. Schwanitz fallen vor allem die Schwierigkeiten ins Auge, mit denen Irka-Christin Mohr bei der vergleichenden Analyse des Islamunterrichts in Deutschland, Österreich und den Niederlanden zu kämpfen hatte, aber er lobt gleichwohl diese Studie als erhellend. Zunächst einmal findet er den Ansatz einer europäischen Evaluation des Islam-Unterrichts sehr lobenswert, die wie er anmerkt, gerade erst ihren Anfang nimmt. Die Rahmenpläne des Islam-Unterrichts konnten von der Autorin verglichen werden, die Überprüfung der Unterrichtspraxis dagegen gestaltete sich schwierig, weil die Gemeinden eine Hospitation ihres Unterrichts verweigerten, erklärt Schwanitz. So bleiben viele Lücken in der Evaluation der Islam-Vermittlung, doch erlauben zumindest die Fragen von Mohr, wie Gesellschaft vermittelt oder wie und von wem der Koran interpretiert werden darf, einen interessanten Einblick, was besonders angesichts der drängenden Fragen der Integration wichtig ist, lobt der Rezensent.
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