Was ist das für eine seltsame Beziehung, in der Rechts- und Literaturwissenschaft stehen? Welche Distanz zwischen den beiden setzen wir bereits voraus, wenn von möglichen "Annäherungen" zwischen den Disziplinen die Rede ist? Wer ist in dieser Bewegung aktiv, wer passiv? Wie verschiebt sich die grundlegende Differenz wie die etwaigen strukturellen und thematischen Gemeinsamkeiten der beiden Disziplinen je nach dem, von welcher Seite aus sie beobachtet werden?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.07.2013
In gewohnt intensiver, ohne große Umschweife in die Materie eintauchender Weise befasst sich Michael Pawlik mit einem Band, der dem gemeinsamen Ursprung von Recht und Literatur nachgeht. Instruktiv findet der Rezensent, wie etwa der Literaturwissenschaftler Anselm Haverkamp hier in mythischen Gewalttheorien stöbert und die Setzungsmacht der Sprache als gemeinsamen Nenner ausmacht. Mit Gewinn liest Pawlik ferner bei Katrin Trüstedt, wie Tragödie und Gerichtsverfahren Einzelfälle behandeln, oder, bei dem Rechtswissenschaftler Ralph Christensen, wie sich die kommunkative Bindungswirkung auf die Akzeptanz des gerichtlichen Urteils auswirkt. Dass Pawlik bei letzterem Befund Zweifel anzumelden hat, schmälert seinen Erkenntnisgewinn offenbar nicht.
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