Ingram Hartinger

Kigo

Cover: Kigo
Wieser Verlag, Klagenfurt 2012
ISBN 9783990290262
Gebunden, 299 Seiten, 21,00 EUR

Klappentext

Diese Schrift bietet eine Möglichkeit des Unterschlupfs, ein Biwak mitten in der Blindheit der menschlichen Seele. Kigo - japanisch, Jahreszeitenwort oder die Kernerleuchtung eines Haiku. Nach "Tang und Distel", dem "Pflanzenbuch" von Ingram Hartinger, nun sein "Wetterbuch" - ein tractatus meteorologicus. Darin streunt ein unnennbarer Irgendwer umher, mal Wetterwart, mal scheiternder Maler, und an den Ort der Liebe, an das "gesellschaftliche Wetter", denkt er mit Schmerzen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.07.2012

Martin Kubaczek wird selbst ganz poetisch in seiner Besprechung von Ingram Hartingers Prosaband "Kigo". Derart mit Wucht hat ihn das sprachgewaltige, energiegeladene Werk des Autors erwischt, das hier, wie er schreibt, Stimmungsfelder bestellt entlang der Jahreszeiten, Natur- und Wettererscheinungen und einer diskreten Liebe. An japanische Dichtung erinnern ihn Hartingers Texte gleich in mehrfacher Hinsicht. Zurücknahme, Topoi, Akribie findet er hier wie dort. Bei Hartinger weiterhin die Suche nach dem Selbst wie die zornige, nicht lamentierende Kritik, wie Kubaczek festhält, an Konsum und die Sanglosigkeit der modernen Welt.
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