Acht Geschichten über Liebe, Freundschaften und Begegnungen, die einen Bogen spannen und im Kompendium ein neues Ganzes ergeben. In den Geschichten begegnen wir zartnervigen künstlerischen Existenzen, immer wieder einmal leicht aus dem Tritt kommend, die ihre Wirklichkeiten mit literarischen und musikalischen Verbindungen verknüpfen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.01.2002
Franz Haas bemüht sich mit Hinweis auf das Debüt der österreichischen Autorin ("Leben zwischen den Seiten"), das ihm sehr gefallen hat, dem vorliegenden Band Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Doch kann er seine Enttäuschung nicht verbergen und hat buchstäblich nicht ein gutes Wort für die Erzählungen übrig. Der Rezensent findet, dass Soria den elementaren Themen des Lebens, Eros und Tod, weder inhaltlich noch sprachlich gerecht wird. Er klagt über "bemühte Symbolik" und "Klischees" und ist entsetzt, dass die Autorin "Gefühle wie im Groschenheft" schildert. Trotz dieses seiner Ansicht nach völlig missglückten Buches hat er aber durchaus noch die Hoffnung, dass Soria die ihr angemessene Sprache noch finden wird und erwartet gespannt ihr nächstes Werk.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.01.2002
Diese Erzählungen vom Unglück gehen unter die Haut - sie "dringen tief beim Leser ein und bringen ... eine Seite im Innern zum 'Klingen'", spürt Rezensent Alexander Kosenina. Mehrfach betont er, wie "gut" die Autorin erzählen könne. Es verlange den Lesenden eine große Wachsamkeit ab, ihren "Andeutungen, Perspektivwechseln und Querverweisen" zu folgen - eine Aufmerksamkeit, die jedoch "stark belohnt" wird, wie Kosenina findet. Er preist die Geschichten als "traurig schön", als "raffiniert, voller Aussparungen", von "sparsamer Prägnanz" und "Intensität" und sieht ihre Stärken in der "detaillierten Beobachtung". Eines gefällt ihm allerdings nicht: Er möchte nicht durch die Erzählungen hindurch die Literaturwissenschaftlerin hören, keinen 'Universitätsargot', er möchte der Kunst ihre Kunst nicht ansehen. Corinna Soria habe die Verwendung von literarischen Motiven, "Titeln und Zitaten" als Krücken nicht nötig, findet der insgesamt dennoch begeisterte Rezensent.
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