Gefährdete Demokratie: die Krise der Urteilskraft und der VernunftInternet und soziale Medien zersetzen die politische Öffentlichkeit. Gesinnung und Emotionen verdrängen gut durchdachte Argumente. Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit werden zu populistischen Leerformeln. Die kritische Urteilskraft schwindet oder wird diffamiert. Zugleich verkümmert die Religion zur bloßen Moral-Ressource und Gott wird aus dem Diskurs verbannt. Mit seinem Debattenbuch thematisiert der Theologe und Religionsphilosoph Ingolf U. Dalferth, welchen Gefahren die Demokratie in den westlichen Gesellschaften ausgesetzt ist - und welche Lösungen christliche Ideen, Werte und Ideale jetzt bieten.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 04.07.2022
Rezensentin Gesine Palmer liest das Buch des Theologen Ingolf U. Dalferth als Handreichung gegen die Erosion der Demokratie. Wie der Autor die Theologie in dieser Hinsicht in die Pflicht nimmt, erscheint Palmer überzeugend. Sein eigenes Verständnis einer modernen, sich selbst begrenzenden, aber dennoch bissigen "öffentlichen Theologie" entwirft der Autor laut Palmer dabei in der belesenen wie engagierten Auseinandersetzung mit Philosophie, Soziologie und Politologie, mit Kant, Luhmann und Habermas.
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