Aus dem Schwedischen von Klaus Liedtke. Seine 1999 publizierte Sammlung von Gedankentexten hat Engdahl mit dem Titel Meteorer (dt. Meteore) versehen, im Motto definiert mit "?was sich in der Luft befindet?; Himmelskörper; luftige Spekulationen", abgeleitet aus dem Griechischen. So schweben diese facettenreichen Texte denn auch zwischen den traditionellen Gattungen Aphorismus, Fragment, Reflexion, Kommentar, Anekdote und faszinieren sowohl durch gedankliche Tiefe als auch Kurzweiligkeit.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.04.2008
Als "polyglotten Literaten alter Schule" würdigt Rezensent Aldo Keel den Literaturwissenschaftler und ständigen Sekretär der Schwedischen Akademie Horace Engdahl. Dessen Band "Meteore" hat ihm eine angenehme Lektüre bereitet. Neben geistreichen Aphorismen, "luftigen" Spekulationen und subtilen Miniaturen hat er darin allerdings auch einige Plattitüden gefunden. Er referiert einige von Engdahls geistreich formulierten Einsichten etwa über die literarische Kritik, die Sektkellerei seines Schwiegervaters, den protestantischen Norden und die Intellektuellen. Über den Nobelpreis und dessen Skandale hat er in dem Band allerdings nichts erfahren.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.03.2008
Andreas Dorschel zeigt sich höchst angetan von Horace Engdahls Buch "Meteore". Selten hat er ein Buch gelesen, das Gedanken so sublim, unaufdringlich und unprätentiös, überraschend und prägnant vorträgt wie das des Literaturwissenschaftlers und Ständigen Sekretärs der Schwedischen Akademie. Es zeichnet sich seines Erachtens durch "Freude am Denken" und Freiheit von jeder Dogmatik aus. Dabei hat es für ihn etwas Privates, freilich, wie er betont, "ohne die Penetranz von Geständnis und Bekenntnis". Allerdings leidet zu seinem Bedauern die Geradlinigkeit der Gedanken in der deutschen Ausgabe bisweilen unter dem Hang des Übersetzers Klaus-Jürgen Liedtke zu manirierten Sätzen. Gleichwohl hält er fest: "Die Gedanken sind kenntlich geblieben."
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