Mit der Berufung Heinrich Brünings zum Reichskanzler im März 1930 begann die knapp dreijährige Phase der Präsidialkabinette, die sich in der Rückschau als Übergang von der parlamentarischen Demokratie zur nationalsozialistischen Diktatur darstellt. Dem autoritären Kurs in der Innen- entsprachen auch neue, gefährliche Tendenzen in der Außenpolitik. Hermann Graml analysiert nicht nur die deutsche Außenpolitik, sondern beschreibt auch die Positionen und Perzeptionen der britischen, französischen und amerikanischen Deutschlandpolitik.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.02.2002
Ulrich Schlie wundert sich, dass eine Untersuchung der deutschen Außenpolitik in der Weimarer Republik bisher noch nicht vorlag und begrüßt deshalb die Darstellung des Münchner Historikers. Er gerät richtiggehend ins Schwärmen über die Studie und meint, die Ergebnisse des Buches "können sich sehen lassen". Er preist den Autor eingehend für die "sehr lesbare Form" und seine klaren und "unprätenziösen" Schlussfolgerungen und urteilt beeindruckt, Graml habe die Forschung ein "gutes Stück vorangebracht".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2001
Gramls Buch füllt nach Ansicht von Rezensent Andreas Rödder "eine lange klaffende Lücke", die Peter Krügers Standartwerk zur Weimarer Außenpolitik 1985 "in programmatischer Absicht" hinterlassen hat. Denn Krüger habe die Jahre ab 1930 nicht mehr dazu gezählt. Bei Graml werde nun die "zentrale Frage" nach dem "Verhältnis der Außenpolitik der Präsidialkabinette einerseits zur Weimarer Außenpolitik bis 1930 und andererseits zur frühen nationalsozialistischen Außenpolitik" verfolgt. Auch für Graml stellt Rödder zufolge die Bildung der ersten Präsidialregierung 1930 den "entscheidenden Bruch" dar. Der als revisionspolitisch motivierter Rechtsdrift charakterisierte Politik der Regierung Brüning habe mit "den taktischen Rezepturen Stresemannscher Politik" klar gebrochen. Gramls Interpretation der Außenpolitik von 1930-33 fordert den Rezensenten zu manchem Widerspruch heraus. Dass dies "ganz aus den Quellen" geschriebene, klare und kraftvolle Buch zur Debatte einlade, wertet er aber als Zeichen für dessen Bedeutung.
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