Alois Riklin

Machtteilung

Geschichte der Mischverfassung
Cover: Machtteilung
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005
ISBN 9783534187744
Gebunden, 456 Seiten, 49,90 EUR

Klappentext

Dies ist die erste umfassende Geschichte der gemischten Verfassungsformen, also solcher Verfassungen, die sowohl monarchistische wie demokratische und aristokratische Elemente enthalten. Viele Staaten haben diese Elemente gemischt und die gegenseitige Kontrolle der unterschiedlichen Gruppierungen hat wesentlich zur Entwicklung der Staatswesen beigetragen. Ein näherer Blick auf diese Mischverfassungen ist also ein Blick auf die Mechanismen des Politischen. Der Politikwissenschaftler Alois Riklin stellt die Geschichte dieser gemischten Staatswesen umfassend dar und erläutert so die Teilung und Verteilung der Macht.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.11.2006

Thomas Maissen würdigt Alois Riklins "Machtteilung" als Zusammenfassung umfangreicher Vorarbeiten, ist aber von ihren Grundthesen nicht ganz überzeugt. Für Riklin ist die Geschichte der Mischverfassung, also einer Verfassung, die Elemente verschiedener Staatsformen (Monarchie, Aristokratie, Demokratie) enthält, zugleich eine Geschichte der Machtteilung, refereriert der Rezensent. Um dies aufzuzeigen, zeichne der Autor die Ideengeschichte der Mischverfassung bei den großen staatsphilosophischen Denkern von Platon bis zu den Gründervätern der USA nach und lege dabei einen Schwerpunkt auf die Renaissance. Der Rezensent lobt die "differenzierte Analyse", mit der der Autor nachweist, dass die vorgeblich getrennten Gewalten tatsächlich ineinander verwoben sind, angesichts anderer neuerer Untersuchungen zweifelt er allerdings, ob die Mischverfassung wirklich, wie der Autor meint, ein überzeitliches Phänomen und nicht vielmehr auf jeweils zeitspezifische Kontexte angewiesen ist. Nicht ohne Weiteres zustimmen mag der Rezensent überdies Riklins These, die amerikanischen Verfassungsväter hätten nicht wirklich verstanden, worüber sie urteilten, als sie sich gegen eine Mischverfassung, aber für Gewaltenteilung aussprachen.

Beliebte Bücher

Julian Barnes. Abschied(e). Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Julian Barnes: Abschied(e)
Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…
Elias Hirschl. Schleifen - Roman. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2026.Elias Hirschl: Schleifen
Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…
Dorothee Elmiger. Die Holländerinnen - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2025.Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen
Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter…
Leila Slimani. Trag das Feuer weiter - Roman . Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Leila Slimani: Trag das Feuer weiter
Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…