Im November 1996 berichtete eine deutsche Zeitung, in den Akten der Berliner Polizei seien mehr als hundert ungelöste Fälle von Menschenraub seit den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg verzeichnet. Die Reaktion der Leser wäre vielleicht stärker ausgefallen, hätte die Zeitung auch erwähnt, daß die ungelösten Fälle nur einen Bruchteil der vielen hunderte von Entführungen darstellten, die es in Berlin zwischen 1945 und 1961 tatsächlich gegeben hat. Diese unglücklichen Menschen waren nicht zufällige Opfer, in den Straßen des besetzten Berlin willkürlich ergriffen, vielmehr Gefangene in einem Netz aus Terror, mit dem die Kommunisten die Stadt überzogen hatten. Es handelte sich um Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen zu Bauern im nachrichtendienstlichen Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion geworden waren.
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