Hermann Fischer

Stoff-Wechsel

Auf dem Weg zu einer solaren Chemie für das 21. Jahrhundert
Cover: Stoff-Wechsel
Antje Kunstmann Verlag, München 2012
ISBN 9783888977848
Gebunden, 240 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Chemische Wandlungsprozesse sind die Basis allen Lebens. Doch seit über einem Jahrhundert herrscht die erdölbasierte "harte Chemie" nahezu unangefochten, und in der Produktion von 90 Prozent aller Alltagsgüter sind die Giftstoffe der Petrochemie immer noch allgegenwärtig. Die Folgen für Natur und Umwelt sind bekannt - weniger, dass auch hier ein "Stoff-Wechsel" hin zu erneuerbaren Rohstoffen möglich, ja unvermeidlich ist. Ob bei Baustoffen, Farben oder Verpackungen, bei Textilien, Kosmetika oder im modernen Automobilbau - die Potenziale einer nachhaltigen Chemie warten nur darauf, ausgeschöpft zu werden. Hermann Fischer, Chemiker und als Unternehmer ein Pionier der Verwendung natürlicher Rohstoffe, analysiert, warum die klassische Chemie abgelöst werden muss, und beschreibt die Chancen einer solaren Chemie an einer Fülle einprägsamer Beispiele. Nachhaltiges Wirtschaften ist nur mit einer Chemie aus der Kraft der Sonne möglich - parallel zum Energiewandel ist auch in der Chemie ein "Stoff-Wechsel" hin zu Naturprodukten überfällig.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 31.01.2013

Es hat den Rinderwahn und die Schweinepest gebraucht, um ein Umdenken in der Agrarwirtschaft zu bewirken, Tschernobyl und Fukushima für eine eventuelle Energiewende - muss es erst wieder einen großen (oder größeren) Chemieunfall geben, damit die Menschen sich mit den Schadstoffen in ihrer selbst fabrizierten Umwelt auseinandersetzen?, fragt die Rezensentin Tanja Busse gemeinsam mit dem Chemiker und Autor Hermann Fischer. Die gegenwärtigen ökologischen Debatten blenden häufig vollkommen aus, dass die allermeisten Kunststoffe auf der Basis von fossilem Öl produziert werden, erklärt sie. Fischer macht sich in seinem Buch "Stoff-Wechsel" dafür stark, auch diesen gewaltigen Industriezweig in neue Bahnen zu lenken; er selbst hat sich bereits vor dreißig Jahren erfolgreich als Hersteller von Naturfarben selbständig gemacht, berichtet Busse. Um nicht in bloßer Kritik zu verweilen, zeigt Fischer das Potential verschiedener Alternativen auf: Fasern, nicht-fossile Öle, Harze. Die Rezensentin hofft darauf, dass die Politik sich dieses Buch zu Herzen nimmt.

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