Henry Keazor

Täuschend echt!

Eine Geschichte der Kunstfälschung
Cover: Täuschend echt!
Theiss Verlag, Darmstadt 2015
ISBN 9783806230321
Gebunden, 256 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Ob Dürer, Michelangelo oder van Gogh: Kaum ein großer Name der Kunstgeschichte, der nicht Betrügern und Kriminellen zum Opfer gefallen wäre. Die Liste prominenter Fälschungsfälle ist lang. Der Heidelberger Kunst-Experte Henry Keazor fragt nach und geht den Dingen auf den Grund. Wieso gibt es Kunstfälschungen überhaupt? Warum sind sie so erfolgreich? Mit welchen Methoden können sie enttarnt werden? Was treibt die Fälscher an? Geldgier? Eitelkeit? Größenwahn? Im Gang durch die Jahrhunderte werden Ursachen, Täter und Getäuschte konsequent benannt. Auch der sensationelle Coup des Wolfgang Beltracchi, aktueller Höhepunkt einer alten Geschichte, zeigt sich so in neuem Licht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.06.2015

Der Fall Beltracchi hat Kunstfälschungen wieder einmal interessant für die Öffentlichkeit gemacht, weiß Eduard Beaucamp, der vom Heidelberger Kunsthistoriker Henry Keazor in dessen Buch "Täuschend echt!" erfährt, dass dieses aufflammende Interesse Tradition hat. Seit es Kunst gibt, wird nachgeahmt, wobei die Nachahmungen nicht immer als Fälschungen verstanden wurden, lernt der Rezensent. Der fehlende Apparat schadet den Geschichten nicht, die Keazor erzählt, die mangelhafte Ausstattung des Buches hingegen schon, findet Beaucamp, wenigstens farbige Abbildungen wären hilfreich gewesen. Keazor beschreibt den gewaltigen Aufwand, der nötig ist, um echte Fälschungen herzustellen, die neben technischen Fertigkeiten auch einer genau geplanten Inszenierung bedürfen, erklärt der Rezensent - wobei die Arbeit der Fälscher seit jeher von einem gierigen Kunstbetrieb erleichtert wurde, wie Beaucamp weiß.