Die spanische Revolution währte wie der Krieg selbst fast drei Jahre. Der Kampf der spanischen Arbeiter und Bauern ging unmittelbar daran, eine selbstverwaltete Gesellschaft zu schaffen. Dabei wurden sie von allen Mächten der alten Welt bedroht und verraten. Heleno Sana schildert diese soziale Revolution als einen Versuch, der Welt ein neues Gesicht zu geben, während in Europa die Zeit der Lager, des Staatsterrors und der wirtschaftlichen Verelendung begonnen hatte. Er wendet sich gegen die Legenden, die die sozialrevolutionäre Alternative vergessen machen wollen. Insbesondere setzt er sich mit der Kommunistischen Partei auseinander, die den Befehlen der stalinistischen Bürokratie folgte und zugunsten des "russischen Modells" eine verhängnisvolle Rolle spielte. Der Autor bilanziert aber auch die Fehler der Anarchisten und analysiert ihre Schwächen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 13.12.2001
Aus Rudolf Walthers Rezension spricht nicht gerade die pure Begeisterung, auch wenn er manches durchaus lobend anerkennen kann. Sana sei in seinen Ausführungen keineswegs neutral, sondern habe seine Erinnerungen "mit Herzblut" aufgezeichnet, wobei er in seiner Bewertung der "Leistungen und Fehler der Anarchisten" sehr vorsichtig sei. Doch findet Walther die Charakterisierung einzelner Personen gelegentlich "unangemessen", etwa wenn Sana einzelne Personen als 'Lumpen' bezeichnet. Geärgert haben den Rezensenten auch unbewiesene Behauptungen.
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