Einband und farbige Illustrationen von Thomas Docherty. Aus dem Englischen von Dorothee Haentjes-Holländer. In dem kleinen Dörfchen Nichtviellos ist es zwar wunderbar idyllisch, aber auch ganz schön langweilig. Nie geschieht etwas Unvorhersehbares - bis auf einmal Abrakazebra auftaucht. Mit seiner magischen Zaubershow haut er alle Tiere aus den Fellsocken, endlich passiert mal etwas Neue in Nichtviellos! Nur Onkel Ziege traut dem exotisch gestreiften Gast nicht über den Weg. Er ist sich sicher: Das Zebra führt doch etwas im Schilde! Oder?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.03.2015
Hochaktuell findet Andrea Lüthi Helen Dochertys Bilderbuch über Vorurteile und Wegschauen, um eine Gesellschaft und ihre Ängste. Dass die Autorin statt Menschen Kuh und Ziege, Zebra und Hahn auftreten lässt, scheint Lüthi in Ordnung. Assoziationen weckt das Ganze ohnehin, meint sie. Weniger überzeugt ist die Rezensentin von der Übertragung der originalen Versform ins Deutsche. Eine Prosafassung wäre sinnvoller gewesen, findet sie, zumal die Übertragung laut Lüthi mitunter etwas altbacken daherkommt. Dennoch: Vom sternenseligen Umschlag nicht abschrecken lassen und hinein in eine sehr zeitgemäße Fabel, rät die Rezensentin.
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