Heinrich Jalowetz, Arnold Schönberg

Briefwechsel Arnold Schönberg - Heinrich Jalowetz

Herausgegeben von Simon Obert. Band 13.
Cover: Briefwechsel Arnold Schönberg - Heinrich Jalowetz
Schott Musik International, Mainz 2025
ISBN 9783795733414
Gebunden, 408 Seiten, 38,00 EUR

Klappentext

Der Komponist Arnold Schönberg und der Dirigent Heinrich Jalowetz pflegten eine vier Jahrzehnte währende enge Freundschaft. Sie wurde begründet, als Jalowetz, zusammen mit Alban Berg und Anton Webern, von 1904 bis 1908 Schönbergs Schüler war, und endete 1946 mit Jalowetz' Tod. Ihre Freundschaft schlug sich nicht zuletzt in einer regen Korrespondenz nieder, die mit der vorliegenden Edition erstmals zugänglich gemacht wird. Sie umfasst 338 Briefe, die vielseitige Einblicke in das Schaffen und Leben der beiden Musiker sowie in das Netzwerk der Wiener Schule geben. Darüber hinaus stellen sie ein außergewöhnlich reichhaltiges Quellenkorpus zum Musik-, Theater- und Kulturleben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Europa und den USA dar. Sechs weitere Dokumente ergänzen die Edition, darunter die Erstpublikation von Jalowetz' gewichtigem Aufsatz "Von der Ursprünglichkeit der Musik Arnold Schönbergs" aus dem Jahr 1944. Eine ausführliche Einleitung beleuchtet zudem die bislang kaum bekannte Biographie des Musikers Jalowetz.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.03.2025

Rezensent Andreas Meyer liest den von Simon Ott herausgegebenen Briefwechsel zwischen Arnold Schönberg und dem Musikpädagogen Heinrich Jalowetz mit besonderem Interesse. Spannend ist die Korrespondenz für Meyer deshalb, weil der älteste Schüler Schönbergs aufgrund seines "Brotberufs" keine Konkurrenz für den Komponisten darstellte, anders als etwa Alban Berg. Das macht die Beziehung, was "praktische Fragen" angeht, laut Rezensent unbefangener und auch menschlicher, mitunter sogar sehr privat. Die Edition mit ihrem reichen Stellenkommentar zu Personen und Ereignissen findet Meyer vorbildlich. Eine gute Quelle zum "musikalischen Alltag" der Zeit der Weimarer Republik, so Meyer.

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