Herausgegeben von der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft. Redaktion und Vorwort von Joseph Willimann. Mit zahlreiche Abbildungen und Notenbeispielen. Der Band enthält die Beiträge zur Vortragsreihe "Musik und Aufklärung", vom Winter 1999/2000 an der Universität Bern. Eingeladen wurden vier ausgewiesene Expertinnen und Experten aus den Nachbarländern der Schweiz, ihre ganz persönliche Sicht auf den Zusammenhang zwischen Musik und Aufklärung darzulegen. Außerdem enthält das Jahrbuch die Schweizer Musikbibliographie für das Jahr 1999 (von Andreas Fatton, Basel).
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.03.2002
Der Begriff Aufklärung sei aus der Philosophie und Literatur geborgt, weshalb er als Motto der Tagung in Anführungszeichen firmierte, wie Andreas Briner schreibt. Für ihn liefert der vorliegende Sammelband mit fünf ausgearbeiteten und diversen freien Beiträgen den Beweis dafür, dass eine Reflexion des Zusammenhangs zwischen der Musik des 18. Jahrhunderts und den allgemeinen ästhetischen Debatten jener Zeit Sinn macht. Den wegweisenden Beitrag zu diesemThema steuert Briner zufolge Michela Garda bei, die über den "Musikalischen Paradigmenwechsel im Zeitalter der Aufklärung" informiert. Béatrice Durand referiert über das Musikdenken der französischen Philosophen, Paul Müller ist dem Phänomen der Kastraten und der Frage nachgegangen, warum sie dem Menschenbild des späten 18. Jahrhunderts nicht mehr entsprachen. Weitere Beiträge stammen von Laurenz Lütteken, Max Haas, Jürg Stenzl und Hans-Joachim Hinrichsen, teilt Briner mit, der diesen Autoren große Lesefreundlichkeit attestiert.
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