Hasso Spode

Traum Zeit Reise

Eine Geschichte des Tourismus
Cover: Traum Zeit Reise
Bebra Wissenschaft Verlag, Berlin 2025
ISBN 9783898092647
Gebunden, 336 Seiten, 30,00 EUR

Klappentext

Mit 67 teils farbige Abbildungen. In fremde Kulturen eintauchen, traumhafte Landschaften entdecken oder einfach am Strand in die Sonne blinzeln - wir lieben das Verreisen. Was sagt diese wundersame Leidenschaft über uns aus? Wie ist sie entstanden? Wie prägt sie unser Leben, unsere Identität? Hasso Spode gibt einen profunden Überblick über die Entwicklung des Tourismus - vom "Zurück zur Natur!" der Romantiker über die "Kraft durch Freude"-Fahrten der Nazis bis hin zum Reiseboom des späten 20. Jahrhunderts. Die Geschichte des Verreisens entpuppt sich dabei als die Geschichte der modernen Seele.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.09.2025

Rezensentin Judith Lembke fasst Hasso Spodes kulturhistorische Erzählung als ebenso aufschlussreiche wie unterhaltsame Geschichte des Tourismus auf. Schon um 1770, lesen wir, hat der Ökonom Adam Smith abwertend über den "tourist" geschrieben und bis heute gilt: "Touristen sind immer die anderen". Anschaulich zeichnet Spode nach, wie vor allem der Geisteswandel im 18. Jahrhundert zum "Geburtshelfer" des modernen Tourismus wurde: Sowohl der Blick auf die Natur als auch auf die Fremde wandelten sich, was vorher mit Angst und Unkontrollierbarkeit verbunden wurde, wurde nun zum "Sehnsuchtsort". Vor allem mit der Industrialisierung im neunzehnten Jahrhundert kam dann der Aspekt der "Erholung" hinzu, später machten dann die Nazis mit ihrer "Kraft durch Freude"-Ideologie aus dem "Luxus"- eine "Konsumgut", dass dem marxistischen Klassenkampf die Grundlage entziehen sollte. Spode überzeugt die Kritikerin jedenfalls mit seinem Blick auf den "großen Mythos des Urlaubs" als Erholungsritual. 

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 05.07.2025

Viel lernen kann man aus diesem Buch über die Geschichte des Tourismus, meint Rezensent Michael Opitz. Seine Besprechung beschränkt sich hauptsächlich auf eine Konturierung dieser Geschichte, die wie in der Veröffentlichung vor allem die Entwicklung des Reisens in Deutschland betrifft. So erläutert Opitz mit Sprode, wie Reisen in Deutschland zunächst im 18. und 19. Jahrhundert ein Privileg einer kleinen, meist adeligen und reichen Minderheit war und im 20.Jahrhundert dann popularisiert wurde, beteiligt daran waren die Durchsetzung der Eisenbahn, Angebote von Pauschalreisen, sowie der Baedecker und andere Reiseführer. Vor allem die mit vielen Beispielen und Statistiken angereicherten Kapitel, die näher an die Gegenwart heranrücken, überzeugen den Rezensent.

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