Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Christian Lux. Mit einem Nachwort von Timothy Donnelly und Illustrationen von Bruno Zaid. Der erste Gedichtband aus dem schmalen Oeuvre Hart Cranes zum ersten Mal seit 1963 in deutscher Übertragung. Nur einen weiteren Band sollte Crane vor seinem Freitod 1932 veröffentlichen, die bis heute umstrittene Weltdichtung "Die Brücke". "Key Largo", seine letzte vollständig überlieferte Sammlung musste aus dem Nachlass publiziert werden. "Weiße Bauten" stieß bei der zeitgenössischen Kritik auf breite Anerkennung. Crane wurde begeistert gefeiert, wenngleich bereits von Freunden und Kollegen jene Kritik vernehmbar war, die Cranes Werk bis heute verfolgt: moderner, in die Sackgasse laufender Romantizismus sowie unzugängliche Metaphorik. Von verträumtem Eskapismus aber findet sich keine Spur in den Gedichten eines an sich, seiner Umwelt und den Zeitläufen zweifelnden Mannes. Es sind Gedichte, die Zeugnis ablegen über eine scheiternde Suche nach einer klaren Identität.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.09.2008
Als bedeutendsten Dichter der amerikanischen Lyrik der Moderne neben T.S. Eliot bezeichnet der Rezensent Heinrich Detering Hart Crane. In Deutschland freilich sei Crane bis heute weitgehend unbekannt - nicht zuletzt, weil sein Hauptwerk "The Bridge" bis vor vier Jahren nicht übersetzt war. Umso erfreulicher, findet Detering, dass nun auch das ebenfalls sehr beeindruckende Lyrikdebüt - als zweisprachige Ausgabe - erstmals in deutscher Übersetzung zu haben ist. In allen wichtigen Hinsichten sehr gekonnt habe der Verleger Christoph Lux selbst die zwischen "Blankversen und prosanahem Parlando" sich bewegenden Originale in ein Deutsch gebracht, das stets auf vorsichtiger Distanz zum Gebräuchlichsten bleibt. Es kommt dazu: Der Band ist "liebevoll gestaltet und illustriert". Also eine nachdrückliche Empfehlung.
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