Harold James

Verbandspolitik im Nationalsozialismus

Von der Interessenvertretung zur Wirtschaftsgruppe: der Centralverband des Deutschen Bank- und Bankiersgewerbes 1932-1945
Cover: Verbandspolitik im Nationalsozialismus
Piper Verlag, München 2001
ISBN 9783492043359
Gebunden, 318 Seiten, 34,77 EUR

Klappentext

Die großen deutschen Banken haben eine Vorreiterrolle übernommen, als es darum ging, ihre Rolle zwischen 1933 und 1945 zu erforschen. Was bislang noch fehlte, war eine Darstellung über die Dachorganisation der deutschen Banken zu dieser Zeit. Diese Lücke schließt Harold James.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.09.2001

Diese Studie, so schreibt Jörg Ramel in seiner Kritik, wurde vom heutigen Bundesverband deutscher Banken in Auftrag gegeben, um die Rolle der Vorgängerorganisation in der Nazizeit zu erkunden. Bei Harold James von der Princeton University handelt es sich nach Auskunft des Rezensenten um einen qualifizierten Mann, der vor Jahren auch schon ein Buch über die Rolle der Deutschen Bank vorlegte. Ramels Kritik ist insgesamt positiv, obwohl er anmerkt, dass manche Kapitel nicht das wünschenswerte Niveau halten - gerne hätte er zum Beispiel mehr über den tschechischen Bankenverband erfahren, der dem deutschen gleichgeschaltet wurde. Aber trotz des Fehlens von spektakulären Enthüllungen nimmt Ramel einiges aus der Lektüre mit. Besonders nachhaltig hat ihn dabei das Kapitel über die Arisierungspolitik berührt, der sich der Bankenverband ohne jedes Zögern unterwarf. Hauptsache, es lief alles nach Vorschriften, auch wenn das Rechtssystem "längst pervertiert" war.
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