Harald Weinrich

Vom Leben und Lesen der Tiere

Ein Bestiarium
Cover: Vom Leben und Lesen der Tiere
C.H. Beck Verlag, München 2008
ISBN 9783406578229
Gebunden, 139 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Wussten Sie schon, dass Tiere die geheimen Agenten des Lesens sind? Die Schlange im Paradies: Sie war die erste, die zischte "Lies!". Der Spatz auf dem Draht: Er kommuniziert online. Oder die Vierbeiner: der Echo-Esel, die Lesegiraffe, die Kuh mit IQ und das schwer erziehbare Gnu: Sie alle nebst einer zahlreichen Schar anderer Tiere versammeln sich im Tiergarten Eden zu einer phantasievoll gestalteten Lese-Party unter dem Motto "Vom Leben und Lesen der Tiere". Zu einem gelungenen Fest gehören Poesie und Musik, im Buch vertreten durch 101 Vierzeiler mit klingendem Reim und musikalischem Rhythmus. Sollte je ein Zoologe noch zweifeln, ob Tiere denken und reden können: In Harald Weinrichs Bestiarium wird er eines Besseren belehrt. Denn lesen, das können sie jedenfalls, die Tiere, und sei es nur die Sprache der Sinnbilder, die hier mit einem humorvollen Blick von der Seite in ein neues Licht gerückt wird.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 29.01.2009

Höchst erfreulich und unterhaltsam findet Rezensent Ludwig Harig Harald Weinrichs neues Bestiarium, das aus seiner Sicht die ?altbewährte Form? der lustvollen Aufhebung der Differenz zwischen Sinn und Unsinn ebenso poetisch wie wissenschaftlich relavant bewältigt. Denn Harald Weinrich sei in seinem Buch darauf bedacht, im ?innigen tierisch-menschlichen Verhältnis? das Problem ?von Leben und Lesen zu entwirren?. Dies geschieht, wie uns Harig wissen lässt, auf dem Weg eines aus Vierzeilern bestehenden Tieralphabets, das von 18 Kupferstichen des französischen Naturforschers Compte de Buffon ergänzt werde. Grundlage der literarischen und philosophischen Aktivitäten dieser Publikation ist den Informationen des Rezensenten zufolge die Annahme Weinrichs, dass nicht nur Menschen das Leben der Tiere lesen, sondern auch die Tiere selbst.
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