Harald Hagemann, Hans-Erhard Lessing

Robert Bosch

Sechs Stunden für die Rettung der Welt
Cover: Robert Bosch
W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2024
ISBN 9783170425071
Kartoniert, 234 Seiten, 29,00 EUR

Klappentext

Robert Bosch (1861-1942) gehört zu den großen Gründerpersönlichkeiten der deutschen Industriegeschichte. Der vielseitige Techniker setzte früh auf die Zukunft des Autos. Die Erfindung der schnellen Magnetzündung war der Grundstein für den kometenhaften Aufstieg seiner Firma. Mit der frühen Einführung des Achtstundentags (1906) und einer Betriebsrente für alle Arbeitnehmer (1929) setzte er Maßstäbe. Unveröffentlichte Funde aus Familienarchiven werfen ein neues Licht auf sein Familienleben. Hans-Erhard Lessing beschreibt die Lebensgeschichte des Jagdfreunds und Musterlandwirts und die wichtigsten Stationen der Firmen- und Technikgeschichte. Das Buch stellt außerden Boschs Manifest "Die Verhütung künftiger Krisen in der Weltwirtschaft" von 1932 vor. Es enthält seine zentralen Grundsätze und Visionen für die Zukunft. Bosch bezeichnete es als seine bedeutungsvollste Publikation. Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit schlug er eine Arbeitszeitverkürzung auf sechs Stunden täglich vor. Der Text wird von Harald Hagemann volkswirtschaftlich eingeordnet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.11.2024

Eine gelungene Unternehmerbiografie stellt diese erweiterte Neuauflage des Buchs Hans-Erhard Lessings über Robert Bosch laut Rezensentin Ulla Fölsing dar. Der Technikhistoriker Lessing verbindet darin eine Darstellung der ingenieurstechnischen Innovationen Boschs mit Eindrücken aus dessen Privatleben. Diese Mischung geht, auch dank geschickt eingestreuter Illustrationen und Zitate, gut auf, freut sich Fölsing, deren Rezension sich im Anschluss auf eine in der Neuauflage ergänzten Kommentar des Wirtschaftswissenschaftlers Harald Hagemann zu Boschs Manifest "Die Verhütung künftiger Krisen in der Weltwirtschaft" konzentriert. Hagemann erläutert laut Fölsing die Nähe Boschs zu den sozialliberalen Schriften John Maynard Keynes', wobei Bosch allerdings, anders als Keynes, makroökonomische Einflüsse tendenziell außer Acht lässt. Als Vordenker eines geeinten europäischen Wirtschaftsraums war Bosch mit diesem 1932 publizierten Text jedoch wegweisend, so Fölsing. Insofern zeigt Lessings Buch die Relevanz Boschs auch für die Gegenwart auf, schließt die insgesamt deutlich positive Rezension.

Beliebte Bücher

Julian Barnes. Abschied(e). Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Julian Barnes: Abschied(e)
Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…
Dorothee Elmiger. Die Holländerinnen - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2025.Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen
Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter…
Elias Hirschl. Schleifen - Roman. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2026.Elias Hirschl: Schleifen
Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…
Leila Slimani. Trag das Feuer weiter - Roman . Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Leila Slimani: Trag das Feuer weiter
Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…