Hans Ulrich Gumbrecht

Unsere breite Gegenwart

Cover: Unsere breite Gegenwart
Suhrkamp Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783518126271
Taschenbuch, 143 Seiten, 12,00 EUR

Klappentext

Hans Ulrich Gumbrecht skizziert in seinem neuen Buch "unsere breite Gegenwart" als eine Gegenwart der Simultanitäten, die sich eingeschlossen befindet zwischen einer nicht mehr planbaren, bedrohenden Zukunft und einer uns überflutenden Vergangenheit. In seiner Analyse changiert der Autor zwischen sprachphilosophischen Ausführungen und Alltags-Beobachtungen. Seine Betrachtungen über Disneyland, eine Kleinstadt in Louisiana oder das Zentrum von Wien zur Zeit der Fußball-EM sind treffende Skizzen des hic et nunc, doch dienen sie zugleich stets der Ausarbeitung einer generellen Beschreibung des Chronotopen, in dem wir leben: Sie berichten über uns und über unsere breite Gegenwart.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.10.2011

Kritik und Macht und Präsenz, drei Dinge, die der Autor voneinander getrennt wissen möchte. Hans Ulrich Gumbrechts ansonsten recht entschiedenes Eintreten für die Gegenwart, für ihre Wahrnehmung, in diesem Essay, hält Rezensent Thomas Macho für ein Verdienst in gleich mehrfacher Hinsicht. Zum einen, weil Gumbrecht den Begriff der Präsenz den Esoterikern und damit zugleich seinen Verächtern entreißt und ihn rehabilitiert, indem er ihn mit einem leidenschaftlichen Votum für den Sport und für die physische Materialität der Dinge verbindet, wie Macho erläutert. Zum anderen, weil er ihn nicht rein gegen unsere digitale Netzwerkultur ausspielt, sondern lieber mit einer Warnung versieht: Körper und Planeten, sie unterscheiden sich von virtuellen Räumen.

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