Hans-Jürgen Schmitt

Wie mit gezücktem Messer in der Nacht

Delmira Agustini, Alfonsina Storni, Alejandra Pizarnik. Leben und Sterben dreier lateinamerikanischer Lyrikerinnen
Cover: Wie mit gezücktem Messer in der Nacht
Ammann Verlag, Zürich 2000
ISBN 9783250300045
Taschenbuch, 96 Seiten, 14,32 EUR

Klappentext

Hans-Jürgen Schmitt stellt in seinem Buch drei lateinamerikanische Dichterinnen vor, die es hierzulande zu entdecken gilt: Delmira Agustini aus Uruguay (1886-1914), Alfonsina Storni aus Argentinien (1892-1938) und Alejandra Pizarník ebenfalls aus Argentinien (1936-1972). Christina Peri Rossi, die bekannte Autorin aus Montevideo, kolportiert einen Satz ihres Onkels, der zu ihr sagte: "Frauen schreiben nicht. Und wenn sie schreiben, bringen sie sich um." Wie trifft diese Aussage auf diese drei Dichterinnen zu! Delmira Agustini wird von zwei Kugeln aus dem Gewehr ihres Gatten tödlich getroffen, Alfonsina Storni stürzt sich bei Mar del Plata ins Meer und Alejandra Pizarník vergiftet sich mit Barbitursäure. Die Schicksale dieser drei Dichterinnen gleichen sich. Doch nicht nur von ihrem Sterben ist in diesem Buch die Rede, vielmehr geht es um ihre Dichtungen, denn diese stehen und sprechen für sich und vermögen den Leser unangestrengt zu faszinieren. Sowohl Agustini wie Storni und Pizarník gehören ? neben der Chilenin Gabriela Mistral ? zu den großen Dichterinnen Lateinamerikas.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.09.2000

Recht spannend scheint der Rezensent mit dem Kürzel tbg. diese Heranführung an drei Lyrikerinnen zu finden, allesamt aus Argentinien und Uruguay, weil sie für "den frühen Anfang und die Geschichte der von Frauen verfassten modernen Poesie Lateinamerikas" stehen. Allerdings klingt leise Kritik daran durch, dass der Herausgeber Hans-Jürgen Schmitt sich bei seiner Auswahl auf diese drei Beispiele konzentrierte, die allesamt ein tragisches Schicksal hatten, obwohl es andere würdige Repräsentantinnen dieser literarischen Epoche aus Lateinamerika gibt. Die Gedichtsproben sind zweisprachig gehalten und mit Abbildungen bereichert, die Ausarbeitung des biographischen Hintergrunds bezeichnet der Rezensent als etwas knapp.
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