Herausgegeben von Heinz Ludwig Arnold. Enttäuscht von Günter Grass und Monika Maron setzt sich Hans Joachim Schädlich kritisch mit der Aufgabe des Schriftstellers auseinander.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.11.2001
Hans Joachim Schädlich nennt auch die unbequemen Dinge beim Namen, erklärt Rezensent Martin Luchsinger. Sehr erfreut zeigt er sich daher, dass der Wallstein Verlag nun weitere "verstreute Interventionen" des 1977 aus der DDR ausgereisten Schriftstellers veröffentlicht hat, die der Rezensent allesamt für umsichtig, klug, scharf, entschieden und differenziert hält, seien sie gegen Günter Grass, Robert Walser oder Monika Maron gerichtet. Und besonders beeindruckt hat ihn Schädlichs eigenwillige Mischung aus Rigorosität und liberalem Denken, hinter dem Luchsinger eine Utopie der Versöhnung zwischen Ost und West und zwischen ostdeutschen Autoren vermutet.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…