Nach Hans-Hermann Hoppes Analyse vermeidet und löst nicht etwa die Demokratie gesellschaftliche Konflikte, sie ist vielmehr selbst Quelle andauernder und sich verschärfender Missstände. Sozialstaaten werden wie der Sozialismus zum Scheitern verurteilt sein. Als Alternative bietet Hoppe die Privatrechtsgesellschaft an. Ein System, das auf Selbstbestimmung und Freiwilligkeit beruht, in dem Konflikte neutral gelöst werden und das andauernden Wohlstand schafft. Das Modell der Privatrechtsgesellschaft ist keine Utopie. Es ist realistisch, streng durchdacht und geradezu selbstverständlich. Das Buch ist als Einstieg in die Analysen und Ideen von Hans-Hermann Hoppe gedacht und setzt sich aus diversen Aufsätzen sowie einem Interview mit ihm zusammen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.05.2012
Rezensent Karl-Peter Schwarz enthält sich einer Meinung und referiert nur den Inhalt dieses Buchs. Folgendes erfahren wir: Der österreichische Autor Hans-Hermann Hoppe sieht die großen Demokratien am Ende und findet das auch gut so. Für ihn haben Staaten keine Legitimität, weil sie sich selbst verwalten und alle Regeln unkontrolliert von Dritten selbst setzen. Die Illegitimität des Staates wirkt sich für Hoppe besonders krass in der Steuerfrage aus: Niemand kann dem Staat vorschreiben, wieviel Steuern er erheben kann. Die Folge sei quasi eine ungehinderte Enteignung der Bürger. Oder, wie Schwarz den Autor zitiert: "Diebstahl und Räuberei". Schwarz äußert dazu wie gesagt keine Meinung, hat aber auch nichts daran auszusetzen.
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