In Shakespeares Dramen erscheint der Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit als eine Bruchzone. Einerseits drückt sich in Shakespeares Person und in seinen Werken bereits beispielhaft das frühneuzeitliche Bewusstsein der heraufziehenden bürgerlichen Gesellschaft aus, zum andern macht es die bis heute andauernde Aktualität dieses Dichters aus, dass er in seinen Werken den modernen Menschen noch quasi in statu nascendi zeigt. Hans-Dieter Gelfert widmet sich zunächst der Shakespearezeit mit ihren wesentlichen politischen, sozialen und kulturellen Aspekten, danach dem Leben, Denken und Fühlen des Dichters und zuletzt seinem dramatischen Werk. Er macht verständlich, worum es in Shakespeares Werken geht, welcher bewusstseins- und sozialgeschichtliche Umbruch
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.04.2014
Stefana Sabin hat Hans-Dieter Gelferts Werk über Shakespeare und seine Zeit rundum positiv aufgenommen. Die Intention des Anglisten, Shakespeare aus seiner Zeit heraus zu verstehen, findet sie überzeugend eingelöst. Sie bescheinigt Gelfert, den kulturgeschichtlichen Kontext - den wirtschaftlichen Aufstieg Englands, die Entstehung der Buchindustrie, die Theaterszene Londons, den religiösen und gesellschaftlichen Wandel und so weiter - lebendig und gut lesbar zu schildern. Auch die Analyse der Sonette und insbesondere der Dramen Shakespeares samt Darstellung von deren Entstehungs- und Aufführungsgeschichte, Inhaltsangabe und Interpretation hält sie für sehr gelungen. So entsteht für Sabin ein verständliches Gesamtbild des Shakespeareschen Werks.
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