Deutsch-Englische Ausgabe, Übersetzung von Frank Günther. Mit einem Essay und Literaturhinweisen von Tobias Döring.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.04.2003
Burkhard Müller nimmt Frank Günthers kommentierte Neuübersetzung zum Anlass, die deutschen Fassungen von Shakespeare-Stücken zu rekapitulieren. Da wäre zum einen die kanonische von Schlegel/Tieck, die dem Dichter Shakespeare gerade auch durch ihre Antiquiertheit sprachlich am meisten entspreche; da wären zum anderen die Neuübersetzungen von Thomas Brasch, der dem Dramatiker Shakespeare "mit der Respektlosigkeit des Praktikers" in die Gegenwart verhelfe. Beide Versionen, darum geht es Müller, haben sozusagen eine Heimat. Die Variante von Günther dagegen, findet er, hat keine - weder zum Lesen noch zum Aufführen geeignet, setze sie sich zwischen alle Stühle und werde eigentlich nicht benötigt. Günther habe äußerst gewissenhaft und gelehrsam gearbeitet - aber: Auch wenn er jedes Problem der Übertragung Shakespeares mitreflektiere und keinen Satz ohne sorgfältige Abwägung aller philologischen Erwägungen auf die Reise schickt, gebe es doch eigentlich keinen zweckdienlichen Grund für ein solches Unterfangen. Dann lieber in Schlegel/Tieck schmökern und Braschs Forschheiten aufführen!
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