Aus dem Arabischen von Regina Karachouli. Ein junger Mann aus wohlhabender Familie durchstreift tagein tagaus die Armenviertel seiner Heimatstadt. Eigentlich sollte der Student sich auf die Übernahme des väterlichen Imperiums vorbereiten, sein Interesse gilt jedoch der Musik. In ihr hofft er der beengenden und konservativen Welt seiner Herkunft zu entfliehen, deren Doppelmoral und Korruption ihn empört.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.11.2004
Rezensent Ludwig Ammann staunt über den ungewöhnlichen und frechen Tonfall, den der Protagonist von Hanna Minas erstmals 1973 veröffentlichten Roman anschlägt. Das Buch ist seiner Einschätzung nach ein Beispiel für die damals aktuelle "neue arabischen Literatur des gesellschaftlichen Aufbruchs". Der Autor schreibt "respektlos, schnoddrig, selbstironisch" und überhaupt nicht formelhaft, trotz seiner unüberhörbaren Parteinahme für den "sozialistischen Realismus". Vielmehr hat er Platz für "feinste Seelenregungen" seines Romanpersonals. Sein Hauptprotagonist ist - anders, als der Zeitgeist vermuten ließe - kein platter Revolutionär, sondern ein "höchst amüsanter Selbstbeobachter an der Schwelle zweier Zeitalter".
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