Rasha Abbas

Eine Zusammenfassung von allem, was war

Geschichten
Cover: Eine Zusammenfassung von allem, was war
Mikrotext Verlag, Berlin 2018
ISBN 9783944543550
Gebunden, 180 Seiten, 20,99 EUR

Klappentext

Aus dem Arabischen von Sandra Hetzl. Die syrische Autorin Rasha Abbas zeigt in ihren neuen Erzählungen die Bandbreite ihrer Kunst: urbane Märchen und Traumlandschaften mit starken zeitgenössischen Bildern. Berührende Figuren, Fantasiegebete, Balladen und Monologe von ungeheurer Dringlichkeit. Bemerkenswert ist, wie Abbas die Vielfältigkeit der verschiedenen Fluchtgründe auffächert und dabei weibliche und männliche Erfahrungen gleichermaßen darstellt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.04.2018

Voll des Lobes ist Rezensentin Insa Wilke sowohl für die aus Syrien stammende junge Autorin Rasha Abbas als auch für die Übersetzerin Sandra Heztel, die Abbas' neuen Erzählband "Eine Zusammenfassung von allem, was war" ins Deutsche übertragen hat. Dass die Autorin virtuos zwischen "alttestamentarischem Pathos" und Referenzen auf banale Alltagskultur hin- und herspringen kann, empfindet Wilke als herrlich "punkig" und neuartig. Die beeindruckende Frechheit der Autorin macht sich für die Rezensentin auch am beißenden Spott und der Komik bemerkbar, die ihre Erzählungen durchziehen. Dennoch widme sich die Geschichtensammlung den Erfahrungen des Kriegsalltags in all seinen furchtbaren Auswirkungen, so Wilke: Weder der allumfassende Verlust der Schönheit noch die quälenden Schuldgefühle der Geflüchteten, die Gleichgültigkeit der syrischen Kinder oder die Selbstentfremdung der Erwachsenen werden hier verschwiegen. Wilke appelliert denn auch an die deutschen Leser, sich "schlimmen Geschichten" nicht zu verweigern - und ganz besonders nicht dieser wertvollen "Zusammenfassung von allem, was war".
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