Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2002
Wie "Miniszenarien" für Filme von David Lynch sind Rezensent Stefan Weidner diese ersten Erzählungen des deutsch schreibenden Luxemburger Lyrikers vorgekommen. Was Wahn und was Wirklichkeit sei, wisse man als Leser bald nicht mehr zu unterscheiden, merkt Weidner mit wohligem Schaudern an und skizziert ein paar Plots, um zu verdeutlichen, was er meint. Gewalt spielt in diesen Erzählungen augenscheinlich eine wichtige Rolle, und die abrupte Art, wie sie plötzlich in den Alltag dringt. Als "Psychogramm unseres Alltags" findet der Rezensent diese Geschichten aussagekräftiger "als die meisten kürzeren Erzählungen der letzten Jahre". Nicht "Simple Stories", sondern die Kurzprosa der Expressionisten sei die Schule, die diesen Autor hervorgebracht habe: auch für den jetzigen Jahrhundertanfang immer noch eine gute Schule, findet unser hochzufriedener Rezensent.
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