Helmut Schümann

Genie und Gartenzwerg

Wie uns die anderen sehen. Eine Deutschlandumrundung
Cover: Genie und Gartenzwerg
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783871347726
Gebunden, 251 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Eigentlich sehnen auch wir Deutsche uns nur nach ein bisschen Zuneigung und Anerkennung, und doch treibt uns wie wenige andere eine Frage um nämlich, wie die Welt uns sieht: Als bieder-fleißige, kalte Techniker? Als von Stadttheatern überquellende Kulturnation? Als bierselige Dumpfköpfe und ewig verdächtige Unheilstifter? Helmut Schümann umrundet Deutschland und spricht mit jenen, die es wissen müssen: unseren Nachbarn, den Dänen, Polen, Tschechen, Österreichern, Schweizern, Franzosen, Luxemburgern, Belgiern und Niederländern. Und weil das nicht auf die Schnelle funktioniert, geht Helmut Schümann die Hälfte der Strecke zu Fuß. Er lernt dabei viel über unsere Leidenschaft für die Mülltrennung und unsere Geschichtsbesessenheit, über unsere Rolle als Euroretter und Humorverweigerer. Er fragt auch ganz praktisch, warum unsere Nachbarn bei Aldi einkaufen, ob sie bei uns arbeiten, einheiraten oder das Land, seine Leute, ihre Imbissbuden und den Filterkaffee eher meiden. Wir erfahren, für welche Eigen- und Errungenschaften wir wirklich geliebt, wahrhaft gefürchtet oder ehrlich bewundert werden. Eine Reisereportage und ein Buch über Deutschland.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.08.2014

Schade, schade, seufzt Rezensent Karl-Markus Gauss nach der Lektüre von Helmut Schümanns Reisereportage "Genie und Gartenzwerg". Denn den Journalisten, der hier von seiner zweimonatigen Fuß-Reise durch die an Deutschland grenzenden Staaten erzählt und Stimmen der Nachbarn über das alte und das neue Deutschland sammelt, ist ihm als Typ eigentlich nicht unsympathisch. Nicht selten schmunzelt der Kritiker auch über die ein oder andere Anekdote. Dass er aber gefühlte 500 mal das Wort "laufen" liest, und überhaupt über nicht wenige stilistische Missgriffe des Autors stolpert, lässt ihn vermuten, dass dieses Buch nie von einem Lektorat gesehen wurde. Leider vermisst er darüber hinaus auch vieles, was dem Autor bei seiner Reise eigentlich dringend hätte auffallen müssen.
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