Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.02.2006
"Modern" und "frisch" seien Jean Kriers Gedichte aus zur Natur, lobt Rezensentin Angelika Overath, die die Wellen der vielen "expliziten Meergedichte" förmlich aus den "rhythmisiert-schwingenden" Langzeilen des Autors herüberschwappen fühlt. Als so "wirklichkeitssuchend" wie "mondsüchtig" beschreibt die Rezensentin dessen momentbezogenes Dichten. Krier kombiniere wirkliche Erlebnisse oder Ereignisse mit literarischen Verweisen. Die Rezensentin identifiziert mehr oder weniger versteckt Bezüge auf Gottfried Benn oder Hugo von Hofmannsthal.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 21.12.2005
Jürgen Ritte ist vom dritten Gedichtband des Luxemburger Lyrikers Jean Krier hellauf begeistert und er feiert ihn als "glückliche Fügung" in der deutschsprachigen Lyrik. Sein "unverwechselbarer" Ton und sein virtuoser Umgang mit der Sprache, die aus Fundstücken, "Sprachmüll", literarischen Anspielungen und "Alltagspoesie" sowohl "Sprachkritik" als auch Sprachfeier formt, erinnern den Rezensenten an Peter Rühmkorf, in dessen Rang er Krier auch gehoben sehen will. Schon das Inhaltsverzeichnis würde so manches "gefundenes Fressen" bieten, wie das wunderbare "BaugeRäterepublik" demonstrieren könnte, so der verzückte Rezensent. Für ihn erweist sich der Lyriker nicht zuletzt auch als "Meister der langen Verse", was Ritte nicht nur als Beweis seines "rhythmischen, musikalischen Könnens" versteht, sondern zudem auch als eine "Seltenheit" zu würdigen weiß. Und das Gedicht "Liebeslaute" feiert er als eines der "schönsten" deutschsprachigen Liebesgedichte überhaupt, ein wahres "Kabinett- und Anthologiestück", wie er preist.
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