Gustav Friedrich Wilhelm Großmann, Adolph Freiherr Knigge

Adolph Freiherr Knigge - Gustav Friedrich Wilhelm Großmann: Briefwechsel 1779 - 1795

Mit einer Auswahl von Knigges Schriften zum Theater
Cover: Adolph Freiherr Knigge - Gustav Friedrich Wilhelm Großmann: Briefwechsel 1779 - 1795
Wallstein Verlag, Göttingen 2010
ISBN 9783835305809
Gebunden, 216 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Michael Rüppel. Das Theater ist das Experimentierfeld der Aufklärung. Eine wichtige Quelle zum Bühnenwesen des 18. Jahrhunderts. Adolph Freiherr Knigge, einer der bedeutendsten Schriftsteller im Zeitalter der Aufklärung, ist bekannt als Autor des Buchs "Über den Umgang mit Menschen". Weniger geläufig ist sein Einsatz für die deutsche Bühne, der in seinen Theaterschriften und der hier erstmals vollständig edierten Korrespondenz mit Gustav Friedrich Wilhelm Großmann zum Ausdruck kommt. Der Theaterdirektor, Schauspieler und Schriftsteller Großmann hat wie kein anderer das Bühnenwesen des ausgehenden 18. Jahrhunderts geprägt. Seine Bemühungen um eine Altersversorgung für das Bühnenpersonal waren seiner Zeit weit voraus. Die überwiegend von Knigge verfassten Briefe - von Großmann sind nur wenige überliefert - geben aber nicht nur über das Theater Auskunft. Sie sind sehr persönliche Dokumente einer langjährigen, nicht immer ungetrübten Freundschaft, die von besonderer Bedeutung war, als Großmann im Streit zwischen Knigge und den Pädagogen Campe und Trapp zu vermitteln suchte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2010

In der in derselben Rezension besprochenen Knigge-Werkausgabe im Wallstein-Verlag ist über ein den Freiherrn besonders interessierendes Gebiet wenig zu erfahren. Insofern ist dieser Band, der wiederum eine Biografie des Theatermanns, Schauspielers und Autors Wilhelm Großmann ergänzt, zur Werkausgabe seinerseits eine Ergänzung. Aus Alexander Koseninas Rezension geht allerdings gleichfalls hervor, dass Knigges Gedanken zum Theater in keiner Weise irgendwie originell waren. Gegen den heraufziehenden Überschwang der Empfindsamkeit, für ausgesuchte Natürlichkeit auf der Bühne - ein Mann in der theatertheoretischen Mittellage seiner Zeit.