Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.08.2000
Caroline Pross erläutert in ihrer Rezension zunächst, dass der Autor hier der Ästhetik des Authentischen, Natürlichen im 18. Jahrhundert auf der Spur ist und dazu einen Blick auf die verschiedenen Kunstgattungen der Zeit wirft. Dabei geht es dem Autor, so die Rezensentin, weniger darum, "das Natürliche einmal mehr als Fiktion zu enttarnen", sondern vielmehr die `inneren Widersprüche` herauszukristallisieren. So konnte, wie der Leser erfährt, das Natürliche mittels der Kunst letztlich nur durch "selbst auferlegte Disziplinierungsmaßnahmen" überzeugend dargestellt werden. An dem "bemerkenswert klar und gut geschriebenen Buch" lobt Pross vor allem, dass deutlich gezeigt werde, wie sehr die gesellschaftlichen Konflikte zwischen dem Ideal des Maßvollen, Edlen auf der einen, und der Leidenschaft und dem Unkontrollierten auf den anderen Seite in der Kunst (und besonders im Theater) gespiegelt und ausgetragen werden.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Maxim Biller: Schwarze Samstage Eigentlich dachte Ari, der Ich-Erzähler von Maxim Billers neuem Roman, Ende der siebziger Jahre sei das Schlimmste vorbei gewesen: Nach ihrer Flucht aus der kommunistischen… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester…