Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.08.2000
Caroline Pross erläutert in ihrer Rezension zunächst, dass der Autor hier der Ästhetik des Authentischen, Natürlichen im 18. Jahrhundert auf der Spur ist und dazu einen Blick auf die verschiedenen Kunstgattungen der Zeit wirft. Dabei geht es dem Autor, so die Rezensentin, weniger darum, "das Natürliche einmal mehr als Fiktion zu enttarnen", sondern vielmehr die `inneren Widersprüche` herauszukristallisieren. So konnte, wie der Leser erfährt, das Natürliche mittels der Kunst letztlich nur durch "selbst auferlegte Disziplinierungsmaßnahmen" überzeugend dargestellt werden. An dem "bemerkenswert klar und gut geschriebenen Buch" lobt Pross vor allem, dass deutlich gezeigt werde, wie sehr die gesellschaftlichen Konflikte zwischen dem Ideal des Maßvollen, Edlen auf der einen, und der Leidenschaft und dem Unkontrollierten auf den anderen Seite in der Kunst (und besonders im Theater) gespiegelt und ausgetragen werden.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose Aus dem Englischen von Claudia Voit. Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt…