Günter Ohnemus

Reise in die Angst.

Roman.
Cover: Reise in die Angst.
Droemer Knaur Verlag, München 2002
ISBN 9783426195871
Gebunden, 303 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Eigentlich wollte Harry Willemer, früher Schriftsteller, jetzt Taxifahrer, früher Ehemann und Vater, jetzt vereinsamter Einzelgänger, alles verschwinden lassen, was seine Existenz beweist: Wohnung, Freunde, Briefe, Bilder, Erinnerungen an Frau und Kind. Doch genau in dem Moment taucht die geheimnisvolle Sonja auf: ein Fahrgast. Sonja ist auf der Flucht vor ihrem Mann, der zur russischen Mafia gehört...und so fliehen sie gemeinsam quer durch Europa...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 25.04.2002

Andreas Nentwich bringt es auf eine Formel, indem er den Autor als "amerikanischen Romantiker der deutschen Literatur" beschreibt. Hinter der hartgesottenen Fassade stecke nämlich jede Menge Pathos, so der Rezensent, der den "Damm von Coolness", den der Protagonist wie der Autor an den Tag legen, als bloßen Schutz gegen die "Brandung der Gefühle" durchschaut. Nentwich gibt ziemlich ausführlich die verwickelte Geschichte des Taxifahrers und ehemaligen Schriftstellers Harry, der eine russische Mafiosa in Sicherheit bringen will und in deren Verlauf nicht weniger als fünf Leichen auftauchen, wieder und scheint ziemlich begeistert von diesem Buch, das sich zum handfesten "Road-Movie" entwickelt. Er preist den Autor für seine "handwerklich sauber" gemachte Geschichte und lobt sie als "offensiv einfach", und er ist gar nicht beleidigt, dass Ohnemus seinen Helden ausgiebig über Rezensenten herziehen lässt.
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