Leo ist Abiturient und weiß, worauf es im Leben ankommt. Das Boss-Sakko sitzt, der Bizeps ist definiert. Er weiß, auf welchem Parkplatz an der Schule er seinen Wagen abstellen muss, um seine Position in der Rangordnung der Clique zu behaupten, er weiß, mit welchem Mädchen er sich sehen lassen kann. Und er weiß auch, welche Gras-Sorte man auf Koks raucht, um nicht zu kollabieren. Ihm gehört die Welt. Er will nach ganz oben. Wie seine Freunde auch. Gemeinsam und gegeneinander kämpfen sie um die Pole Position und um Perfektion. Als bei einer Jachtparty alte Rechnungen beglichen werden, wird aus dem Spiel um Macht und Prestige bitterer Ernst.
Pop is back, meint Ronja Larissa von Rönne. Schade nur, dass der Autor die Fußstapfen eines Christian Kracht oder Bret Easton Ellis nicht ausfüllt. Denn auch wenn der Rezensentin dieser Debütroman mit allerhand Identifikationspotenzial ganz schön an die Substanz geht (wer will schon gern nonstop an die eigene Pubertät erinnert werden, an Oberflächlichkeiten und Selbstbespiegelung?), bleibt das Ganze für die Rezensentin bei aller Authentizität und trotz flüssiger Schreibe schließlich doch eher seicht, Antiheld hin oder her.
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