Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2001
Geteilter Meinung scheint Milos Vec über diesen Band zu sein. Einerseits gefällt es ihm, dass der Autor auf wenigen Seiten doch sehr weit "historisch und kulturell" ausholt, um deutlich zu machen, wie wichtig die außergerichtliche Streitschlichtung ist. Und auch bei Hagers Plädoyer, von "außereuropäischen Kulturen wie von vorstaatlichen Rechtsordnungen" zu lernen, äußert der Rezensent Zustimmung. Bedauerlich findet der Rezensent allerdings, dass der Autor seine "ethnologische, literaturhistorischen und alteuropäischen Beispielsfälle" nicht sehr tiefgreifend behandelt, wodurch sie nicht so überzeugend erscheinen, wie es ansonsten möglich wäre. Grundsätzlich scheint Vec mit Hager einer Meinung zu sein, wenn er für die Notwendigkeit der Mediation eintritt, besonders weil Gerichtsurteile (Sieger/Verlierer) oft Unzufriedenheit auslösen. Dennoch hält es der Rezensent für gut und richtig, dass Hager auch auf die Grenzen und Schwächen der außergerichtlichen Einigung eingeht und klar macht, dass auch bei der Meditation "bestimmte Verfahrensgrundsätze eingehalten werden müssen".
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