Auch wenn Europa gegenwärtig ein Bild der Uneinigkeit abgibt, so muss es doch, dringender denn je, seine moralische, politische und wirtschaftliche Stärke wiederfinden, eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik formulieren und sich auf humanistische Werte berufen. Allerdings muss Europa bereit sein, diese auch zu verteidigen. Nur so kann es sich erfolgreich gegen den Islamismus -die dritte große totalitäre Herausforderung der freien Welt - zur Wehr setzen. Friedbert Pflüger beschreibt das weltweit gespannt al-Qaida-Netz, dessen Geschichte und ideologischen Ziele. Die Antwort auf diese ungeheure Gefahr ist für den führenden Außenpolitiker der CDU klar: Europa muss sich erneuern, muss weltweit die Demokratie fördern, darf korrupte Regime nicht mehr als Partner akzeptieren, muss seine Märkte öffnen und bei der Lösung regionaler Konflikte helfen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.2005
Durchaus instruktiv findet Alexander Görlach dieses Buch Friedbert Pflügers, das sich mit dem Problem des militanten Islamismus aus innenpolitischer Perspektive und im Blick auf die Situation in Europa befasst. Gegen die Ideologie der Islamisten, die den Westen zur Kampfzone ausgerufen haben, setze der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag die religiösen und kulturellen Ursprünge Europas, die es als Fundament des Zusammenlebens auch gegen Gefahr zu verteidigen gelte. Am meisten fehle den Europäern laut Pflüger der Glaube an die Zukunft, die Bereitschaft, zu investieren und mitzugestalten, und vor allem der Mut zum Kinderkriegen. Entsprechend stelle der Autor den Zuwachs der muslimischen Weltbevölkerung dem Schwund Europas gegenüber. Zudem werfe er die Frage nach einem Anschlag mit ABC-Waffen in Deutschland durch islamische Terroristen auf, eine Gefahr, die er für wahrscheinlich erachtet. Görlach sieht in Pflügers Buch eine "Bestandsaufnahme, die auf verschiedene fachliche Darstellungen über den Islam in Deutschland und Europa zurückgreift". Das Buch biete somit einen "wertvollen Überblick". "Will man darüber hinaus etwas aus der Lektüre ziehen", resümiert der Rezensent, "muss man überoffen sein für moralische Deutungen gegenwärtiger gesellschaftspolitischer Probleme. Sonst ist man diesem Buch nicht gewachsen."
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