Graham Greene

Der dritte Mann

Roman
Cover: Der dritte Mann
Zsolnay Verlag, Wien 2016
ISBN 9783552057678
Gebunden, 160 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Nikolaus Stingl. Mit einem Nachwort von Hanns Zischler. Wien in der Nachkriegszeit: Die vier Besatzungsmächte haben die Stadt aufgeteilt, der Schwarzmarkt blüht. Einer der mysteriösesten Schieber ist Harry Lime, der seinen Jugendfreund und Schriftsteller Rollo Martins nach Wien einlädt. Doch bei seiner Ankunft kommt er nur noch rechtzeitig zu Limes Bestattung. Angeblich ist dieser Opfer eines Autounfalls geworden. Martins beginnt nachzuforschen und stellt fest, dass Harry kein Kleinganove war, sondern der Kopf einer skrupellosen Schmugglerbande. Und immer wieder kreuzt ein ominöser dritter Mann seine Wege.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.06.2016

Lohnt es sich noch, Graham Greenes Roman "Der dritte Mann" trotz der legendären Verfilmung zu lesen?, fragt Verena Lueken. Definitiv, fährt die Kritikerin fort: Und zwar nicht nur wegen der brillanten Neuübersetzung durch Nikolaus Stingl, sondern vor allem, weil das eigentlich nur als Vorarbeit zum Drehbuch gedachte Werk einen wunderbaren Einblick in das Schreiben, die Figurenkonzeption, Atmosphäre und Erzählstruktur gewährt, erklärt die Rezensentin. Sie liest hier Sätze, deren sprachlicher Kunst der Film gar nicht gerecht werden kann. Darüber hinaus freut sich Lueken, dass die Beziehung zwischen Anna Schmidt und Holly Martins im Buch sanfter endet als im Film. Nicht zuletzt entdeckt die Kritikerin in diesem eigenständigen Buch einen ganz besonderen Witz und eine erstaunliche Portion Selbstironie Graham Greenes.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.04.2016

Das ist nicht einfach nur das Buch zum Film, betont Rezensent Lothar Müller. Umso mehr freut er sich, dass Graham Greenes Roman "Der dritte Mann" nun in einer eleganten frischen Neuübersetzung von Nikolaus Stingl auf Deutsch vorliegt. Der Roman, den Greene in Vorarbeit zum Film schrieb, überzeugt als Mischung aus Thriller, Liebesgeschichte und Literatursatire, meint der Kritiker, der hier einige Akzente entdeckt, die der Film nicht zu bieten habe, etwa, wenn Harry Line in einer literarischen Traditionslinie von Christopher Marlowes "Dr. Faustus" bis zu Peter Pan auftritt. Die ein oder andere brillante Filmszene vermisst der Rezensent zwar, die Lektüre lohnt sich aber in jedem Fall, versichert er.
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