2010 feierten 17 afrikanische Länder ein halbes Jahrhundert Unabhängigkeit. Die Jubiläen waren eindrucksvolle Beispiele für die Selbstinszenierung afrikanischer Regierungen und Eliten und wurden vielerorts mit bunten Volksfesten zelebriert, eröffneten aber auch Raum für kritische Debatten über die Vergangenheit und die gegenwärtigen Herausforderungen. Das Jahr 1960 ist und bleibt zentraler Bezugspunkt der Erinnerung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.04.2012
Mit Interesse hat Andreas Eckert diesen Sammelband gelesen, den die Ethnologin Carola Lentz mit einer Gruppe von Studierenden der Universität Mainz herausgegeben hat. Beleuchtet werden darin die Feiern in ausgewählten afrikanischen Ländern zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit. Gelernt hat der Rezensent dabei, dass sich die Länder - Kamerun, Gabun und selbst Nigeria - heute durchaus als Nationalstaaten verstehen. Dass sie Grund zum Feiern sehen, auch wenn ihnen die westlichen Industrieländer und der IWF keine Entwicklungsmöglichkeiten gelassen haben. Und dass Kritik an pompöser Inszenierung von Seiten ehemaliger Kolonialmächte nicht angebracht ist.
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