Reinhart Kößler und Henning Melber
bemühen sich seit Jahrzehnten um einen kritischen Umgang mit dem kolonialen Erbe des Kaiserreiches.
Sie rekapitulieren den Völkermord und die mühe volle Erinnerungsarbeit, wie sie von Teilen der deutschen Zivilgesellschaft und den betroffenen Bevölkerungsgruppen Namibias schon lange eingefordert wird.
Ein Buch, das exem plarisch den konsequenten Umgang mit staatlicher Gewalt in der Geschichte fordert, die bisherigen Versäumnisse dokumentiert und neue Perspektiven aufzeigt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.07.2017
Andreas Eckert erfährt aus Reinhart Kößlers und Henning Melbers Buch den Verlauf der Kontroversen über den angemessenen Umgang mit deutschen Kolonialverbrechen in Namibia. Kenntnisreich, gründlich und nur hin und wieder redundant, wie Eckert schreibt, verweist die Studie für ihn nicht zuletzt auf das Desiderat einer substanziellen Beschäftigung mit Deutschlands kolonialer Geschichte. Über den Feldzug der Truppen unter Lothar von Trotha gegen die Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika erfährt Eckert und stellt fest, dass die Bezeichnung Völkermord für diesen Krieg nicht nur von den Autoren befürwortet wird. Als Mangel empfindet er das Fehlen vergleichender Perspektiven im Band.
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