Aus dem Englischen von Eva Bonné. In "My Life On The Road" erzählt Steinem von einem rastlosen Leben, ausgefüllt mit Reisen und unvergesslichen Begegnungen. Schon als Kind, als Tochter eines durch die Lande tingelnden Antiquitätenhändlers aus Toledo, Ohio, war ihr eines klar geworden: Man braucht nicht unbedingt einen geografischen Anker im Leben, dafür aber ein klares Ziel vor Augen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2016
Angenehm frei von Klatsch und Tratsch kommen die Memoiren der Frauenrechtlerin Gloria Steinem daher, was genügend Platz lässt für tatsächlich interessante und wichtige Anekdoten, Erfahrungen, Erkenntnisse und Fragen, freut sich Rezensentin Verena Lueken. Als wichtigstes Ereignis ihres Lebens beschreibt Steinem die Nationale Frauenkonferenz 1977 in Houston, doch auch ihre Erlebnisse als Wahlkämpferin für Hillary Clinton, als Rednerin vor und an Universitäten, Protesten, Institutionen und nicht zuletzt als Reisende finden Eingang in dieses interessante und absolut aktuelle Buch, lesen wir. Denn keineswegs kann im Zusammenhang mit Frauenrechten von Selbstverständlichkeiten die Rede sein, gibt Lueken zu bedenken und fragt sich, ob es nicht wieder an der Zeit ist für "Aktivistinnen wie Steinem", die für ihre großen Pläne und Vorstellungen einstehen und kämpfen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.10.2016
Wie ein "gescheiter Forrest Gump" erscheint Rezensentin Susan Vahabzadeh die inzwischen 82jährige Autorin Gloria Steinem in ihren Lebenserinnerungen. Ob bei John F. Kennedys Dallas-Reise oder Martin Luther Kings berühmtester Rede - stets war die Reporterin dabei, informiert die Kritikerin. Vor allem aber erfährt die Rezensentin in diesem spannenden Buch, wie die in den Kriegsjahren aufgewachsene Autorin zu einer der "coolsten" Frauenrechtlerinnen wurde, der es nie nur um Feminismus, sondern um soziale Gerechtigkeit im Allgemeinen ging. Eine eindringliche Spurensuche, die nicht nur mit Klischees aufräumt, sondern gerade deshalb sehr lesenswert ist, weil Steinem nie nur um sich selbst kreist, lobt die Kritikerin.
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