Vergessene Welten in Westfalen. Das Landjudentum von seiner Entstehung seit dem Mittelalter bis zur völligen Zerstörung während des Nationalsozialismus.
Landwirtschaftsverlag, Münster 2024
ISBN
9783784357812 Gebunden, 180 Seiten, 24,00
EUR
Der Autor Gisbert Strotdrees möchte mit seinem Buch ein allgemein wenig bekanntes Stück Geschichte für ein breites Lesepublikum wieder sichtbar machen: Das Leben und Wirken der Jüdinnen und Juden im ländlichen Westfalen. Das Landjudentum in Westfalen hat nicht nur eine lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht, sondern eine reiche kulturelle Tradition, und es birgt viele außergewöhnliche Geschichten. Das Buch basiert auf einer Artikelserie aus dem "Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben", die in der Leserschaft auf ein großes Echo gestoßen ist. Die Beiträge der Serie sind für das Buch um viele Aspekte ergänzt, einige Kapitel sind vollständig neu recherchiert und verfasst. Die Illustrationen stammen aus Archiven in ganz Deutschland, in den USA und Israel.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 18.11.2024
Gisbert Strotdrees hat laut Rezensent Paul Stänner ein beeindruckendes Coffee-Table-Book über jüdisches Leben in Westfalen gestaltet. Interessant ist das unter anderem deshalb, findet Stänner, weil die meisten Juden in Westfalen nicht in Städten, sondern auf dem Land lebten. Entlang des Buches legt der Rezensent dar, dass Juden es schwer hatten, Land zu erwerben, und stattdessen oft im Handel und in freien Berufen reüssierten. Andere behandelte Themen, lesen wir, sind religiöse Diffamierung von Juden durch die katholische Kirche, das Dirndl als jüdische Erfindung sowie die Enteignungen während der Nazizeit. Insgesamt eine reichhaltige Spurensuche, die viel relevantes Text- und Bildmaterial aufgetan hat, freut sich Stänner, der das Buch allen Westfalen zur Anschaffung empfiehlt.
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