Gina Nahai

Regen am Kaspischen Meer

Roman
Cover: Regen am Kaspischen Meer
Mare Verlag, Hamburg 2008
ISBN 9783866480773
Gebunden, 318 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit. Als Omid, Sohn eines steinreichen iranischen Juden, der jungen Bahar vor dem Haus ihrer Eltern im Teheraner Judenviertel zum ersten Mal begegnet, sieht er in ihr sofort seine zukünftige Frau. Doch er bringt Bahar kein Glück. Die Ehe mit ihm wird ihr zum Albtraum. Trotz allem bekommt das Paar eine Tochter. Am Vorabend der Islamischen Revolution reisen Bahar und ihr Ehemann mit der kleinen Tochter ans Kaspische Meer - sie wollen einen letzten Versuch unternehmen, zueinander zu finden. Doch dann reißt ein Abgrund auf, in dem nicht nur die kleine Familie, sondern das ganze Land zu versinken droht ...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.10.2008

Angela Schader stellt zwei Bücher vor, die vom Schicksal iranischer Juden erzählen. Gina Nahais Geschichte über die aus einfachen Verhältnissen stammende Bahar, die davon träumt, Lehrerin zu werden, fasst weniger die politische Entwicklung des Iran ins Auge, als dass sie einen intimen Blick in das Leben der jüdischen Gemeinde wirft. Betroffen verfolgt die Rezensentin, wie die Pläne Bahars zerschellen und sie in der Ehe mit dem reichen, lieblosen Omid ihre Freiheit, das Selbstbewusstsein, den Rückhalt ihrer Familie und schließlich, weil sie "nur" eine Tochter zur Welt bringt, die zudem langsam ertaubt, auch ihre ohnehin prekäre Stellung innerhalb der Familie ihres Mannes verliert. Eine "subtile Studie der Trostlosigkeit" ist dieses Buch für Schader, die erstaunt registriert, wie "leicht, ja licht" ihr die Lektüre dennoch war.

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