Giacomo Leopardi

Opuscula moralia

Oder vom Lernen über unsere Leiden zu lachen
Cover: Opuscula moralia
Die Andere Bibliothek, Berlin 2017
ISBN 9783847703891
Gebunden, 360 Seiten, 42,00 EUR

Klappentext

Aus dem italienischen, mit erläuternden Anmerkungen und einem Nachwort von Burkhart Kroeber. Mit einem Essay von Paul Heyse über Leopardis Weltanschauung. Leopardis "Operette morali" gelten in Italien seit ihrem ersten Erscheinen 1827 als Musterbeispiel einer satirisch-philosophischen Prosakunst mit poetischer Grundierung: originelle Fabeln, Szenen über das Schicksal des Menschengeschlechts in seinen "Irrungen und Wirrungen" - eine erzählende Philosophie, die Nietzsches Also sprach Zarathustra vergleichbar ist: anregende, von Geist und Witz nur so sprühende und melancholisch-heitere, meist dialogische Stücke in einer leichten und melodischen Prosa. Den Titel "Operette morali" (wörtlich: Moralische Werkchen) hat der Übersetzer latinisiert, da Leopardi an Plutarchs "Moralia" gedacht hat, Kroeber auch an Adornos "Minima Moralia".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.08.2017

Rezensentin Maike Albath entdeckt in dem vermeintlichen Melancholiker und Misanthropen Giacomo Leopardi intellektuelle Schärfe und literarische Kraft. Die witzigen philosophischen Erkenntnisse des kleinen Mannes aus Recanati, die hier in Auswahl vorliegen, vorzüglich kommentiert und übersetzt durch Burkhart Kroeber, wie Albath findet, reißen die Rezensentin mit. Obwohl Leopardi seinem Pessimismus freien Lauf lässt, wenn er mit den antiken Philosophen im Gepäck die "Welt als Materialist" betrachtet, verträgt Albath die Lektüre gut. Das liegt am "nie gellenden", eher sanften und heiteren Ton, in dem der Autor laut Albath Lehrbeispiele, Dialoge und Parabeln, Zeitgenossen und allegorische wie mythische Figuren präsentiert.
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