Ghayath Almadhoun

Ein Raubtier namens Mittelmeer

Gedichte
Cover: Ein Raubtier namens Mittelmeer
Arche Verlag, Zürich 2018
ISBN 9783716027684
Broschiert, 128 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Aus dem Arabischen von Larissa Bender. Ghayath Almadhoun, der 2008 vor dem Regime in Syrien nach Schweden floh, erhebt mit seinen Gedichten die Stimme: für die Opfer des Krieges, für die Fliehenden und Asylsuchenden, für die Verletzten und Zurückgebliebenen. Mal poetisch-weich, mal rau und wild, dringen seine Texte mit ungeahnter Kraft in unsere Vorstellung ein und legen eine Wirklichkeit frei, die kein Foto festhalten, kein Zeitungsbericht vermitteln kann. Trauer und Tod, Krieg und Zerstörung, Flucht und Heimweh, Schuld, Liebe und Schmerz treten uns so dicht vor Augen, dass ein Wegschauen unmöglich ist. Für Ghayath Almadhoun ist die Lyrik eine Möglichkeit geworden, das Unsagbare in Worte zu fassen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2018

Der hier rezensierende Islamwissenschaftler Stefan Weidner erkennt in der Lyrik des syrischen, in Schweden lebenden Dichters Ghayath Almadhoun ein vorzügliches Beispiel moderner arabischer Lyrik: Die Katastrophen im Zentrum, die Sprache präzise, aber "entfesselt", die Poesie im Hintergrund, erklärt er. Ob Almadhoun den arabisch-israelischen Nahost-Konflikt, den syrischen Bürgerkrieg oder die westliche Tendenz, kleinere Kriege nur als Nebensächlichkeiten zu behandeln, beschreibt - stets besteche seine Lyrik durch "Sarkasmus", Scharfsinn und die Perspektive des Exilanten, lobt der Kritiker. Mit der Übersetzung von Larissa Bender ist Weidner ebenfalls zufrieden.