Gertrud Lehnert (Hg.)

Raum und Gefühl

Der Spatial Turn und die neue Emotionsforschung
Cover: Raum und Gefühl
Transcript Verlag, Bielefeld 2011
ISBN 9783837614046
Kartoniert, 368 Seiten, 29,80 EUR

Klappentext

Wie verhalten sich Räume und Gefühle zueinander? Dieses Buch zeigt, dass sich Räume und Affekte wechselseitig bedingen und hervorbringen: ohne Gefühle keine Räume, ohne Räume keine Gefühle. Exemplarische Fallbeispiele nehmen die Dynamik dieser konstitutiven Verschränkung in den Blick, die bislang weder in der boomenden Emotionalitätsforschung noch in der Raumtheorie programmatisch analysiert worden ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2011

So geht's nicht, meint Rezensent Michael Mönninger angesichts des von Gertrud Lehnert herausgegeben Sammelbandes zum Thema Raum und Gefühl, der ihm besonders dann Kopfschmerzen bereitet, wenn die Autoren in Begrifflichkeiten schwelgen, anstatt dem Leser Anschauung und Konkretion anzubieten. Oder wenn Gertrud Lehnert etwa verstaubte Gefühlsräume bei Zola und Vicky Baum erkundet und nicht mal die verräumlichende Kraft der literarischen Sprache offen legt. Besser gefällt ihm da schon ein Beitrag, der, anstatt die üblichen Manipulationsängste zu schüren, am Beispiel von Shopping-Malls und der Retortenstadt Las Vegas den Reiz des Wechselbades zwischen der Illusion und ihrer Entlarvung beim Betrachter herausarbeitet. Las Vegas als Ort Brechtscher Verfemdungeffekte - warum nicht, freut sich Mönninger.
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