Petra Löffler

Affektbilder

Eine Mediengeschichte der Mimik
Cover: Affektbilder
Transcript Verlag, Bielefeld 2004
ISBN 9783899422672
Broschiert, 292 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Kann man am Gesicht ablesen, was Menschen fühlen? Die moderne Psychologie glaubt daran, dass sich Affekte in dem zeigen, was man nicht kontrollieren kann: unbedachte Bewegungen und Nuancen der Mimik. Lesbar wird das expressive Gesicht nun durch Bilder von Affekten, die solche marginalen Körperbewegungen sichtbar machen. Dabei spielen technische Medien eine entscheidende Rolle: An Fotografien lassen sich noch die geringsten mimischen Details studieren, die filmische Großaufnahme exponiert mimische Bewegungen. Die Geschichte der Affektbilder ist gekoppelt an die Diskurse und Medien, die mimische Expressivität als Gegenstand des Wissens erst begründen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.12.2004

Gustav Falke übt sich in herablassendem Mitleid gegenüber den Kulturwissenschaften: Wie bedauerlich, wenn man ohne konkreten Forschungsgegenstand auskommen auskommen muss, weil alles Kultur ist, und ohne spezifische Werkzeuge und Methoden, weil man ja die verschiedensten Fächer überspannen will. Wie unfruchtbar, wenn man machen kann, was man will, und zur Not eben die Richtung wechselt. Das Ergebnis, nach Falkes Erfahrung: immer gleiche "Weisheiten" (alles Text, nix wirklich und so) werden als Label an eine "rhapsodisch ausgebreitete Masse von Beobachtungen und Bemerkungen" geheftet. Kein Wunder also, dass auch Petra Löffler "keine These" habe, sondern nur Material, von dem sie hoffe, dass es Aufschlüsse darüber vermittle, wie sich das Selbstbild des Menschen sich mit der Fotografie verändert habe. Das aber, so Falke, sei viel zu weit gefasst, und folgendes komme dabei heraus: "In ungefährer zeitlicher Folge werden Texte zitierend referiert, die irgendwie von Ausdruck handeln und bei denen Beschreibungen, Zeichnungen oder Fotografien vorkommen." Merke: Für Erkenntnisse braucht es Disziplinen!
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